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Kapellmeister

Fortbildungstag 2019

20.10.2019 von Bezirksobmann

Am 19. Oktober lockte der Fortbildungstag des Steirischen Landesverbandes zahlreiche Interessierte nach Leibnitz.

Im April in Bad Aussee noch wegen zu geringer Teilnehmerzahlen abgesagt, wurde der Fortbildungstag des Steirischen Landesverbandes am 19. Oktober in Leibnitz nachgeholt. Das Programm war abwechslungsreich, die Referenten hochkarätig, die Stimmung hervorragend. Klingt nach Superlativ? Lassen wir den Tag Revue passieren.
Let’s groove!



Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Grooves. Wie bringt man ein Blasorchester überhaupt zum Grooven? Otto M. Schwarz, einer der hochkarätigsten zeitgenössischen Komponisten, erarbeitete mit den Musikern des MV Sankt Johann im Saggautal insgesamt drei Musikstücke und zerlegte diese bis zur letzten Sechszehntelnote und Pause. Dabei räumte er nicht nur mit Mythen rund um das Thema Funk und Groove auf und wies auf allgemeine Fehler der traditionellen österreichischen Blasmusik hin, sondern er plauderte auch aus dem Nähkästchen. Von der richtigen Phrasierung zur Wichtigkeit der gerne vernachlässigten Ghostnote – für die Musiker und auch die zuhörenden passiven Workshop-Teilnehmer war so manche spannende Information dabei. Dass am Ende nicht nur die Füße im Takt wippten, sondern die anwesenden aktiven und passiven Teilnehmer mit dem gesamten Körper mitgroovten, überrascht wenig.

Groovende Tuben und Schlagzeuge

Nach der Mittagspause wurde in einem der drei Workshops weitergegroovt: Albert Wieder und Bernhard Richter arbeiteten unter dem Titel Drum `n` Bass mit gleich zwei Registern gleichzeitig: den Tubisten und den Percussionisten. Am Programm standen essentielle Merkmale verschiedener „Grooves“ und gleichzeitig Tipps zur Spieltechnik. Im Musikheim der Stadtkapelle Leibnitz wurde konzentriert gearbeitet und sogar die Tonleiter gegroovt.

Vom richtigen Arrangement
Im Raum gegenüber ging Anton Mauerhofer mit den Teilnehmern der Frage nach: Gibt es überhaupt das richtige Arrangement für mein Orchester? Aber nicht nur auf individuelle Aspekte wurde eingegangen, sondern auch Fallstricke in der Auswahl des richtigen Arrangements aufgedeckt.

Weisenbläser unter sich
Im dritten Workshop, Klänge der Berge, widmete sich Karl-Heinz Promitzer im Alten Kino mit den Teilnehmern dem Thema Weisen. Er erklärte, wie man Weisen von anderen Stücken unterscheiden kann, wie wichtig die richtige Stückauswahl ist und warum man in Weisenbläsergruppen die Stimmen einfach besetzen sollte. In unterschiedlichen Besetzungen wurden dabei verschiedene Stücke gemeinsam erarbeitet.

Wir danken dem MV St. Johann im Saggautal für sein Engagement beim Erarbeiten der Musikstücke; vor allem aber auch dem Musikbezirk Leibnitz, unter Bez.Obm. Herbert Ploder, für die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung, die nichts zu wünschen übrig ließ. Der Steirische Blasmusikverband

Fotos vom Fortbildungstag des Landesverband


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